Messungen

Österreich wird vermessen
Unter dem Motto "Sicherheit, Transparenz. Verantwortung" wurden österreichweite Messreihen zur Erfassung der elektromagnetischen Felder (EMF) durch moderne Funkanwendungen wie beispielsweise Mobilkommunikation, Radio und Fernsehen durchgeführt. Ein besonderes Anliegen war es, den Österreicherinnen und Österreichern mit diesen bundesweiten Messungen einen besseren Überblick über die elektromagnetischen Felder in der Umgebung von Funkanlagen zu bieten und objektive Fakten und Daten für eine transparente Information und die Versachlichung der Mobilfunkdiskussion zur Verfügung zu stellen.

Seit 2007 wurden 5 österreichweite Mobilfunk-Messreihen mit mehr als 570 Messpunkten durchgeführt. Die jüngste Messreihe 2022 in allen Bezirkshauptstädten hat erstmals auch die neueste Mobilfunktechnologie 5G erfasst. Landeshauptstädte wurden in dieser Messreihe nicht erfasst.

Seit 2007 wurden 5 österreichweite Mobilfunk-Messreihen mit mehr als 570 Messpunkten durchgeführt. Die jüngste Messreihe 2022 in allen Bezirkshauptstädten hat erstmals auch die neueste Mobilfunktechnologie 5G erfasst. Landeshauptstädte wurden in dieser Messreihe nicht erfasst.

Ziel der Messreihen war und ist es, objektive Fakten und Daten für eine transparente Information und die Versachlichung der Mobilfunkdiskussion zur Verfügung zu stellen. Die konkreten Messdaten klären darüber auf, welche Immissionen (Funkwellen) in der Umgebung von Funkstationen tatsächlich auftreten können. Mit der vorliegenden Information soll auch dazu beigetragen werden, die Kenntnisse zur Funktionsweise des Mobilfunks zu verbessern.

Darüberhinaus wurde 2022 an denselben Orten wie 2017 gemessen, um die bestmögliche Vergleichsbasis zu schaffen.

Beauftragte Messinstitute
Messungen von Mobilfunksystemen erfordern langjährige Erfahrung, hohes technisches Know-How und entsprechende spezielle Ausrüstung. Deshalb hat das Forum Mobilkommunikation ausschließlich angesehene Einrichtungen mit entsprechendem Expertenwissen mit der Durchführung normgerechter Messungen beauftragt:

  • Die Messreihen der Jahre 2007, 2009 und 2012 wurden von TÜV Austria Services GmbH durchgeführt
  • Die Messreihe des Jahres 2017 wurde von der Technischen Hochschule Deggendorf/Bayern (Fakultät Elektrotechnik, Medientechnik und Informatik) durchgeführt
  • Die Messreihe 2022 wurde vom Institute of Non-Ionizing Radiation (INIS)/Slowenien, einem akkreditierten und auf dem Gebiet der elektromagnetischen Felder forschenden Prüfinstitut (SA LP-059, www.slo-akreditacija.si), umgesetzt

Der Fachbereich Nachrichtentechnik/EMV der TÜV Austria Services GmbH verfügt für Messungen und Expositionsbeurteilungen in elektromagnetischen Feldern am Arbeitsplatz oder für die Allgemeinbevölkerung vor Ort als eine der wenigen Stellen in Österreich über eine entsprechende Akkreditierung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) und über langjährige Erfahrung in der Konformitätsbewertung von Funksendeeinrichtungen (z.B. Betriebsfunk, Mobilfunk, TV [DVB], Rundfunk usw.) und das aus dieser Tätigkeit entwickelte Know-how für die Beurteilung von Sendefunkanlagen -Funksendeanlagen – beides sind die Voraussetzung für die fachgerechte Beurteilung von Expositionssituationen.

An der Fakultät Elektrotechnik, Medientechnik und Informatik an der Technischen Hochschule Deggendorf in Bayern wird seit vielen Jahren im Bereich der elektromagnetischen Verträglichkeit, d.h. der Beziehung von elektromagnetischen Feldern zu elektronischen Geräten sowie der Umwelt, geforscht. Verantwortlich für dieses Thema ist Prof. Dr. Ing. Matthias Wuschek, der darüber hinaus auch öffentlich vereidigter Sachverständiger für dieses Fachgebiet ist. Er verfügt über ausgewiesenes Expertenwissen auf dem Gebiet der Messung und Bewertung elektromagnetischer Felder im Hoch- und Niederfrequenzbereich und ist Mitglied im Ausschuss „Nichtionisierende Strahlen“ der Deutschen Strahlenschutzkommission

Das Institut für nichtionisierende Strahlung (www.inis.si) ist eine unabhängige Nichtregierungsorganisation für Forschung und Entwicklung auf dem interdisziplinären Gebiet der nichtionisierenden elektromagnetischen Felder. Das Institut für nichtionisierende Strahlung ist für Messungen von elektromagnetischen Feldern im Frequenzbereich von 0 Hz bis 40 GHz und optischer Strahlung im Bereich von 200 bis 3000 nm durch die slowenische Akkreditierung (SA LP-059, www.slo-akreditacija.si) akkreditiert.

Durchführung der Messungen
Am jeweiligen Messpunkt wurde die genaue Messposition individuell so gewählt, dass die Messsonde, in der Höhe von 1,5 Metern auf einem Stativ montiert, die Immissionswerte im ungestörten Feld erfassen konnte und nicht beispielsweise durch leitfähige Gegenstände in unmittelbarer Nähe beeinflusst wurde. An jedem Messpunkt wurden eine bandselektive Messung und eine frequenzselektive Übersichtsmessung durchgeführt.

Die Messungen erfolgten zwischen 8.00 Uhr morgens und 19.00 Uhr abends. Für die Durchführung der Messungen vor Ort mussten auch die äußeren Einflüsse, vor allem das Wetter, berücksichtigt werden.

Die Zuteilung aller Funkfrequenzen in Österreich kann dieser Aufstellung der RTR entnommen werden: https://www.rtr.at/de/tk/FRQ_spectrum

Messergebnisse im Senderkataster
Für einen einfachen Überblick werden hier im Senderkataster nur die Messwerte für Mobilfunk angegeben. Die umfangreiche Dokumentation der Messergebnisse finden Sie in der Broschüre zu den Messreihen unter https://fmk.at/mobilfunk-messreihen/. In dieser Broschüre werden die Ergebnisse bundesländerweise dargestellt und technische Hintergründe erläutert.

Die Messergebnisse belegen, dass auch nach der Einführung von 5G die Messwerte sehr weit unter den Personenschutzgrenzwerten für die Allgemeinbevölkerung liegen:an allen Messpunkten wurden nur wenige Hundertstel der geltenden Grenzwerte gemessen. Die österreichweit verbindlich anzuwendenden Personenschutzgrenzwerte (OVE-Richtlinie R23-1:2017-04-01) werden damit weit unterschritten.
Damit reiht sich auch diese österreichischen Messreihen in ähnliche Ergebnisse zahlreicher Messungen im In- und Ausland ein.
Die Personenschutzgrenzwerte sind abhängig von der Frequenz und liegen beispielsweise im Mobilfunkbereich zwischen 3,5 W/m² (700 MHz) und 10 W/m² (2100-3500 MHz).

In unserem Alltag gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Funkquellen, die Immissionen in unterschiedlicher Höhe und Frequenz liefern. Das reicht von Radio und Fernsehen über Mobilfunk bis hin zu medizinisch-technischen Anwendungen. Für einen Gesamtüberblick und einen besseren Vergleich wurden im Rahmen der Messreihen alle relevanten Funkanwendungen messtechnisch erhoben. Dabei zeigte sich, dass an rund 20% der Messpunkte die Immissionen von anderen Funkquellen höher waren als jene der Mobilfunkstationen. Das braucht nun keineswegs zu beunruhigen, denn auch diese Werte liegen immer noch weit unterhalb der Grenzwerte. Diese Grenzwerte für elektromagnetische Felder entsprechen den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und der Europäischen Union und erlauben nach aktuellem Stand der Wissenschaft allen einen sicheren Umgang mit Funkanwendungen.


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