Messungen

Österreich wird vermessen
Unter dem Motto "Sicherheit, Transparenz. Verantwortung" wurden österreichweite Messreihen zur Erfassung der elektromagnetischen Felder (EMF) durch moderne Funkanwendungen wie beispielsweise Mobilkommunikation, Radio und Fernsehen durchgeführt. Ein besonderes Anliegen war es, den Österreicherinnen und Österreichern mit diesen bundesweiten Messungen einen besseren Überblick über die elektromagnetischen Felder in der Umgebung von Funkanlagen zu bieten und objektive Fakten und Daten für eine transparente Information und die Versachlichung der Mobilfunkdiskussion zur Verfügung zu stellen.

In die vorliegenden Messreihen wurden insgesamt rund 200 Gemeinden in ganz Österreich einbezogen. Dabei wurden auch Gemeinden ausgewählt, in denen es in der Vergangenheit Diskussionen zum Thema Mobilfunk gegeben hat, da hier von einem erhöhten Informationsbedarf ausgegangen werden kann. Insgesamt wurden rund 500 Messpunkte erfasst und dokumentiert und im Senderkataster abgebildet.

Beauftragte Messinstitute
Die Messreihen der Jahre 2007, 2009 und 2012 wurden von TÜV Austria Services GmbH durchgeführt, die Messreihe des Jahres 2017 wurde von der Technischen Hochschule Deggendorf/Bayern (Fakultät Elektrotechnik, Medientechnik und Informatik) durchgeführt.
TÜV Austria verfügt über langjährige Erfahrung in der Konformitätsbewertung von Funksendeeinrichtungen (z.B. Betriebsfunk, Mobilfunk, TV [DVB], Rundfunk usw.) und das aus dieser Tätigkeit entwickelte Know-how für die Beurteilung von Sendefunkanlagen - beides sind die Voraussetzung für die fachgerechte Beurteilung von Expositionssituationen.
Der Fachbereich Nachrichtentechnik/EMV der TÜV Austria Services GmbH verfügt für Messungen und Expositionsbeurteilungen in elektromagnetischen Feldern am Arbeitsplatz oder für die Allgemeinbevölkerung vor Ort als eine der wenigen Stellen in Österreich über eine entsprechende Akkreditierung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA).
An der Fakultät Elektrotechnik, Medientechnik und Informatik an der Technischen Hochschule Deggendorf in Bayern wird seit vielen Jahren im Bereich der elektromagnetischen Verträglichkeit, d.h. der Beziehung von elektromagnetischen Feldern zu elektronischen Geräten sowie der Umwelt geforscht. Verantwortlich für dieses Thema ist Prof. Dr.-Ing. Matthias Wuschek, der darüberhinaus auch öffentlich vereidigter Sachverständiger für dieses Fachgebiet ist. Er verfügt über ausgewiesenes Expertenwissen auf dem Gebiet der Messung und Bewertung elektromagnetischer Felder im Hoch- und Niederfrequenzbereich und ist Mitglied im Ausschuss "Nichtionisierende Strahlen" der Deutschen Strahlenschutzkommission.

Durchführung der Messungen
Am jeweiligen Messpunkt wurde die genaue Messposition individuell so gewählt, dass die Messsonde, in der Höhe von 1,5 Metern auf einem Stativ montiert, die Immissionswerte im ungestörten Feld erfassen konnte und nicht beispielsweise durch leitfähige Gegenstände in unmittelbarer Nähe beeinflusst wurde. An jedem Messpunkt wurden eine bandselektive Messung und eine frequenzselektive Übersichtsmessung im Frequenzbereich von 80 MHz bis 2.5 GHz durchgeführt.

Die Messungen erfolgten zwischen 8.00 Uhr morgens und 19.00 Uhr abends. Für die Durchführung der Messungen vor Ort mussten auch die äußeren Einflüsse, vor allem das Wetter, berücksichtigt werden.

Die Zuteilung aller Funkfrequenzen in Österreich kann dieser Aufstellung der RTR entnommen werden: https://www.rtr.at/de/tk/FRQ_spectrum

Messergebnisse im Senderkataster
Für einen einfachen Überblick werden hier im Senderkataster nur die Messwerte für Mobilfunk angegeben. Die umfangreiche Dokumentation der Messergebnisse finden Sie auf der Homepage http://messwerte.fmk.at/ . Auf dieser Homepage werden die Ergebnisse bundesländerweise dargestellt und technische Hintergründe erläutert.

Die Ergebnisse der österreichweiten Messreihe zeigen, dass an sämtlichen Messpunkten die in Österreich geltenden Grenzwerte für hochfrequente elektromagnetische Felder erheblich unterschritten werden. An der großen Mehrheit der Messpunkte wurden nur wenige Tausendstel der Grenzwerte ausgeschöpft. Damit reiht sich auch diese österreichischen Messreihen in ähnliche Ergebnisse zahlreicher Messungen im In- und Ausland ein.
In unserem Alltag gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Funkquellen, die Immissionen in unterschiedlicher Höhe und Frequenz liefern. Das reicht von Radio und Fernsehen über Mobilfunk bis hin zu medizinisch-technischen Anwendungen. Für einen Gesamtüberblick und einen besseren Vergleich wurden im Rahmen der Messreihen alle relevanten Funkanwendungen messtechnisch erhoben. Dabei zeigte sich, dass an rund 20% der Messpunkte die Immissionen von anderen Funkquellen höher waren als jene der Mobilfunkstationen. Das braucht nun keineswegs zu beunruhigen, denn auch diese Werte liegen immer noch weit unterhalb der Grenzwerte. Diese Grenzwerte für elektromagnetische Felder entsprechen den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und der Europäischen Union und erlauben nach aktuellem Stand der Wissenschaft allen einen sicheren Umgang mit Funkanwendungen.


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Die Standorte von Funkanlagen und Messpunkten werden in der Karte mit den Symbolen (Messpunkt) (Mobilfunk) (Rundfunk) angezeigt. Wenn Sie mit der Maus über ein Symbol fahren, so werden in der Infobox links neben dem Kartenfenster die entsprechenden Informationen angezeigt.

Für nähere Auskünfte zu den angegebenen Informationen in der Infobox siehe in den Erläuterungen.


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