Messungen
Messreihe 2009
Unter dem Motto "Sicherheit, Transparenz. Verantwortung" startete im Frühsommer 2009 die 2. österreichweite Messreihe zur Erfassung der elektromagnetischen Felder (EMF) durch moderne Funkanwendungen wie beispielsweise Mobilkommunikation, Radio und Fernsehen. Besonderes Anliegen war es, den Österreicherinnen und Österreichern mit diesen bundesweiten Messungen einen besseren Überblick über die elektromagnetischen Felder in der Umgebung von Funkanlagen zu bieten. Der Mobilfunk stand dabei speziell im Fokus.

Anhand der Messergebnisse soll ein realistisches Mobilfunkbild von Österreich gezeichnet werden. Mit den Messungen gemäß Norm und aktuellem Stand der Technik wurde der TÜV Austria betraut - ein in Österreich akkreditiertes Messinstitut, dessen Expertise aufgrund der hohen fachlichen Qualifikation und Objektivität außer Streit steht.

Messwerte von Mobilfunk-Immissionen im Alltag
Messergebnisse im Senderkataster
Für einen einfachen Überblick wurden hier im Senderkataster nur die Messwerte für Mobilfunk angegeben. Die umfangreiche Dokumentation der Messergebnisse finden Sie in der Broschüre "Sicherheit. Transparenz. Verantwortung. Mobilfunk in Österreich: Messwerte und Informationen 2010" hier zum Herunterladen.

Sicherheit.Transparenz.Verantwortung. Mobilfunk in Österreich: Messwerte und Informationen
Konkrete Messdaten klären auf
Übergreifendes Ziel der Messreihe war es, objektive Fakten und Daten für eine transparente Information und die Versachlichung der Mobilfunkdiskussion zur Verfügung zu stellen. Die konkreten Messdaten klären darüber auf, welche Immissionen (Funkwellen) in der Umgebung von Funkstationen tatsächlich auftreten können. Mit der vorliegenden Information soll auch dazu beigetragen werden, die Kenntnisse zur Funktionsweise des Mobilfunks zu verbessern.
Österreich wird vermessen
In die vorliegende Messreihe wurden insgesamt 106 Gemeinden in ganz Österreich einbezogen. Dabei wurden besonders jene Gemeinden ausgewählt, in denen es in der Vergangenheit Diskussionen um Mobilfunk gegeben hat, da hier von einem erhöhten Informationsbedarf ausgegangen werden kann. Um das Gesamtbild an Messdaten für ganz Österreich weiter zu vervollständigen, sind in der aktuellen Messreihe nur Gemeinden enthalten, die bei der ersten österreichweiten Messreihe im Jahr 2007/2008 noch nicht dabei waren.
Messungen durch den TÜV Austria
Die Messungen führte der Fachbereich Nachrichtentechnik/EMV der TÜV Austria Services GmbH (TÜV Austria) durch. Dabei handelt es sich um eine in Österreich akkreditierte Prüfstelle. Die langjährige Erfahrung des TÜV Austria in der Konformitätsbewertung von Funksendeeinrichtungen (z.B. Betriebsfunk, Mobilfunk, TV [DVB], Rundfunk) und das aus dieser Tätigkeit entwickelte Know-how für die Beurteilung von Funkanlagen sind die Voraussetzung für eine fachgerechte Beurteilung von Expositionssituationen. Grundlage für die Qualifikation sowie die allgemeine Anerkennung von Messungen und Expositionsbeurteilungen elektromagnetischer Felder am Arbeitsplatz und für die Allgemeinbevölkerung ist die Akkreditierung des Fachbereiches Nachrichtentechnik/EMV der TÜV Austria Services GmbH durch die österreichische Bundesakkreditierungsstelle im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit.
255 Messpunkte in 106 Gemeinden
In jeder der insgesamt 106 Gemeinden wurden, abhängig von der Einwohnerzahl, bis zu 6 Messpunkte (in Wien 9) im öffentlich zugänglichen Bereich ausgewählt. Weitere Kriterien für die Auswahl der Messpunkte waren die allgemeine Zugänglichkeit, die gute Frequentierung und die zentrale Lage (z.B. Fußgängerzone, Hauptplatz, Einkaufsstraße, Kirchenplatz). Insgesamt wurden in den 106 Gemeinden an 255 verschiedenen Messpunkten die HF-Immissionen in der Nähe von Mobilfunkstationen der GSM- und UMTS-Netze nach einem einheitlichen Messverfahren erhoben. Ebenso wurden Sendeanlagen für das digitale Fernsehen (DVB-T), Rundfunkanlagen sowie Schnurlostelefone - die einen wesentlichen Beitrag zur Gesamtimmission leisten - und andere Funkanwendungen im hochfrequenten Bereich messtechnisch erfasst und in den Ergebnissen berücksichtigt.
Durchführung der Messung
Am Messpunkt wurde die genaue Messposition von den TÜV-Technikern individuell so gewählt, dass die Messsonde, in der Höhe von 1,5 Metern auf einem Stativ montiert, die Immissionswerte im ungestörten Feld erfassen konnte und nicht beispielsweise durch leitfähige Gegenstände in unmittelbarer Nähe beeinflusst wurde. An jedem Messpunkt wurden eine bandselektive Messung und eine frequenzselektive Übersichtsmessung im Frequenzbereich von 80 MHz bis 2.483 MHz durchgeführt:
  • Bei der bandselektiven Messung (entsprechend der Frequenzbereichszuweisungsverordnung 2005 in der aktuellen Fassung) wurden die Immissionen der spezifizierten Funkdienste (Frequenzbereiche) über einen Zeitraum von mindestens 6 Minuten erhoben.
  • Bei der frequenzselektiven Übersichtsmessung wurden die Immissionen aller Funkdienste im Frequenzbereich von 80 MHz bis 2.483 MHz erhoben.

Auswertung der Daten
  • Bei den bandselektiven Messungen wurde entsprechend der Norm für jeden Funkdienst (Frequenzbereich) der Mittelwert über 6 Minuten (als Leistungsflussdichte) erhoben und die Ausschöpfung des Referenzwerts für die Allgemeinbevölkerung gemäß Vornorm ÖVE/ÖNORM E 8850 in Prozent ermittelt.
  • Bei den frequenzselektiven Übersichtsmessungen wurde die Frequenzkurve für den besseren Überblick in einer Grafik ausgewertet, die sich in der jeweiligen Dokumentation zum Messpunkt befindet.

Zeitraum
Die Messreihe lief von Mai bis September 2009. In diesem Zeitraum erfolgten alle Messungen zwischen 8.00 Uhr morgens und 19.00 Uhr abends. Für die Durchführung der Messungen vor Ort mussten auch die äußeren Einflüsse, vor allem das Wetter, berücksichtigt werden. Durch die unbeständigen und sehr wechselhaften Wetterbedingungen konnten der Juni und auch teilweise der Juli kaum für Messungen genutzt werden. In diesem Zeitraum waren keine vergleichbaren Bedingungen für die Messdatenerfassung gewährleistet.
Messreihe 2007 - Ergebnisse
An sämtlichen Messpunkten der TÜV-Messreihe 2007 wurden die in Österreich geltenden Grenzwerte deutlich unterschritten. Der höchste gemessene Wert betrug 0,01225 W/m² (GSM 900) und schöpfte damit den Grenzwert (4,5 W/m²) nur zu rund 0,3% aus.

Die umfangreiche Dokumentation dieser Messergebnisse finden Sie in der Broschüre "Sicherheit. Transparenz. Verantwortung. Mobilfunk in Österreich: Messwerte und Informationen" (2008) hier zum Herunterladen.

Sicherheit.Transparenz.Verantwortung. Mobilfunk in Österreich: Messwerte und Informationen
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